Pressemeldungen

Protestierende Landwirte könnten bald auch in Deutschland den Straßenverkehr in den Städten behindern oder sogar ganz lahmlegen. Aktuell rufen nicht näher bekannte Initiatoren zu groß angelegten Protestaktionen am 22.10.2019 auf. Die Bewegung scheint großen Zulauf zu haben. In Windeseile gründen sich Regionalteams, die die Organisation vorantreiben. Peter Guhl, Vorstandsvorsitzender der MEG Milch Board, kann Ärger und Frust seiner Berufskollegen nachvollziehen. „Seit Jahren leiden wir unter viel zu niedrigen Erzeugerpreisen. Zusätzlich werden wir jetzt noch als Umweltzerstörer und Klimasünder öffentlich an den Pranger gestellt. Auf den Höfen hat die Stimmung ihren absoluten Tiefpunkt erreicht. Das Gefühl, sich dagegen zur Wehr setzen zu müssen ist seit einigen Wochen überall greifbar.“

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„Die Idee, die Mehrwertsteuer auf Fleisch zu erhöhen, um bessere Tierwohlstandards zu erreichen, wirkt auf den ersten Blick ganz charmant, zumal die Umsetzung schnell möglich wäre und den gesamten inländischen Verbrauch von Fleischerzeugnissen erfassen würde“, stellt Frank Lenz fest. „Doch wem wäre damit geholfen?“, fragt sich das Vorstandsmitglied der MEG Milch Board. „Steuern sind nicht zweckgebunden, so dass nicht sicher ist, dass die Gelder auch in den Ställen ankommen und damit den Tieren nützen werden.“

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Der Milch Marker Index ist im April 2019 im Vergleich zu Januar 2019 von 109 auf 107 gesunken. Mit 44,33 Cent pro Kilogramm lagen die Milcherzeugungskosten im April 2019 fast einen Cent unter denen im Januar (45,28 Cent pro Kilogramm) sowie dem Vorjahresergebnis von 2018 (45,22 Cent pro Kilogramm). Da der Milchauszahlungspreis ebenfalls sank (um -0,59 Cent auf 34,56 Cent), lag die Unterdeckung der Milcherzeugungskosten weiter bei 22 Prozent. Somit fehlen den Milcherzeugern/innen 9,77 Cent pro Kilogramm zur Kostendeckung.

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Der Milch Marker Index (MMI) für Deutschland sank im Vergleich zum Oktober 2018 zum Januar 2019 von 104 auf 103. Im letzten Quartal gingen die Milcherzeugungskosten also nur geringfügig um 0,14 Cent von 42,92 auf 42,78 Cent pro Kilogramm Milch zurück. Da die Molkereien ihre Auszahlungspreise für die Milch durchschnittlich um mehr als einen Cent von 36,41 auf 35,15 Cent und damit deutlich stärker als die Milcherzeugungskosten senkten, verschlechterte sich das Preis-Kosten-Verhältnis. Die Unterdeckung vergrößerte sich im Vergleich zum vierten Quartal 2018 von 15 auf 18 Prozent, damit fehlen 7,63 Cent pro Kilogramm zur Kostendeckung.

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Spätestens die Sektoruntersuchung Milch des Bundeskartellamtes aus dem Jahr 2012 belegt, dass die Funktionsfähigkeit des Marktes für Rohmilcherfassung nur eingeschränkt gegeben ist. Fest steht: Die besehenden Marktbedingungen wirken sich einseitig zu Lasten der Milcherzeuger aus! Trotz der eindeutigen Faktenlage haben bisher weder die Akteure am Milchmarkt noch die Agrarpolitik in der gebotenen Weise reagiert. Das System aus Andienungspflicht, Abnahmegarantie und nachträglich festgelegten Milchpreisen - teils deutlich unter den Milcherzeugungskosten - ist bis heute gängige Praxis und belastet die Milcherzeuger massiv.

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