Pressemeldungen

Spätestens die Sektoruntersuchung Milch des Bundeskartellamtes aus dem Jahr 2012 belegt, dass die Funktionsfähigkeit des Marktes für Rohmilcherfassung nur eingeschränkt gegeben ist. Fest steht: Die besehenden Marktbedingungen wirken sich einseitig zu Lasten der Milcherzeuger aus! Trotz der eindeutigen Faktenlage haben bisher weder die Akteure am Milchmarkt noch die Agrarpolitik in der gebotenen Weise reagiert. Das System aus Andienungspflicht, Abnahmegarantie und nachträglich festgelegten Milchpreisen - teils deutlich unter den Milcherzeugungskosten - ist bis heute gängige Praxis und belastet die Milcherzeuger massiv.

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Im Oktober 2018 hatte der Milch Marker Index (MMI) für Deutschland wieder einen Wert von 104. Drei Mal in Folge lag der Quartalswert 2018 damit deutlich über den Milcherzeugungskosten der drei Vorjahre 2015 bis 2017. Schon seit April 2018 halten sich die Milcherzeugungskosten bei rund 43 Cent pro Kilogramm. Entsprechend liegen auch die Ergebnisse für den Oktober 2018 mit 42,92 Cent je Kilogramm Milch nur um ein Prozent niedriger als im Juli 2018. Obwohl der Milchauszahlungspreis in diesen drei Monaten mit einem Plus von 1,81 Cent um 5 Prozent auf 36,37 Cent zulegte, können die Milcherzeuger/innen ihre Kosten damit bei weitem nicht decken, es fehlen immer noch 15 Prozent um ein kostendeckendes Milchpreisniveau zu erlangen.

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Die Diskussion über die Notwendigkeit einer Reform der Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und ihren Abnehmern, den Molkereien, hat in den vergangenen Monaten an Fahrt gewonnen. Die MEG Milch Board begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich. Hierzu sagt Peter Guhl, der Vorstandsvorsitzende der MEG Milch Board: „Ich habe zunehmend den Eindruck, dass die Politik verstanden hat, dass der Milchmarkt neue Regelungen hinsichtlich der Lieferbeziehungen braucht. Die Hoffnungen dass die Marktpartner dies untereinander selbst regeln können, haben sich als nicht tragfähig erwiesen.“ Guhl wundert sich darüber nicht: „Wie sollen die Milcherzeuger in einem übersättigten Markt ihren Forderungen nach kostendeckenden Milchpreisen Gewicht geben, ohne dabei lächerlich zu wirken? Sie sind das schwächste Glied in der Wertschöpfungskette, und seit dem Quotenende hat sich ihre Lage nochmals dramatisch verschlechtert.“

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Im Juli 2018 hatte der Milch Marker Index (MMI) für Deutschland einen Wert von 104. Mit 43,28 Cent pro Kilogramm sind die Milcherzeugungskosten damit das dritte Quartal in Folge weiter angestiegen. Wichtigste Ursache dafür sind die seit einigen Monaten wieder erhöhten Futter- und Energiekosten und zugleich fallende Rindererlöse. Das Verhältnis zwischen Kosten und Erlösen konnte sich im Deutschlanddurchschnitt durch die um 1,04 Cent pro Kilogramm auf 34,56 Cent angehobenen Milchauszahlungspreise leicht verbessern. Die verbleibende Unterdeckung von 20 Prozent weist allerdings auf die weiterhin sehr ungünstige wirtschaftliche Lage für die meisten Milchviehbetriebe in Deutschland hin.

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Im April 2018 betrug der Milch Marker Index für Deutschland 103. Gegenüber Januar haben sich die Kosten um mehr als einen Cent von 41,67 auf 42,70 Cent je Kilogramm Milch erhöht. Dies lag vor allem am gestiegenen Aufwand für zugekaufte Futtermittel. Dagegen fiel der im Durchschnitt ausgezahlte Milchpreis um 3,31 Cent je Kilogramm Milch auf 33,42 Cent. Als Folge verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Milcherzeugerpreis und -kosten um zehn Punkte; die Unterdeckung der Milcherzeugungskosten stieg von 12 auf 22 Prozent!

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