Pressemeldungen

Der Milch-Marker-Index ist nach aktuellem Berechnungsergebnis von Juli bis Oktober 2017 um ein Prozent auf einen Stand von 99 (2010 = 100) gestiegen. Im letzten Vierteljahr haben sich die Milcherzeugungskosten (ohne Umsatzsteuer) um 0,32 Cent auf 41,30 Cent pro Kilogramm erzeugter Milch erhöht. Beim Milchauszahlungspreis kam es zu einer erneuten deutlichen Anhebung um 3,16 Cent auf 40,35 Cent im Durchschnitt. Entsprechend verbesserte sich das Preis-Kosten-Verhältnis, und es wurde eine 98-prozentige Deckung der Milcherzeugungskosten erreicht. So nah an die Kostendeckung war die Preis-Kosten-Ratio seit der ersten Berechnung im Jahr 2014 noch nie gekommen.

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Es war nicht nur die Grillhaxe mit Sauerkraut, die französische und belgische Milcherzeuger auf ihrer Tour durch Deutschland zu schätzen gelernt haben. Bei dem 3-tägigen Besuch, der sie von Nordrhein-Westfalen nach Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern führte, war es vor allen Dingen der Austausch mit ihren deutschen Berufskollegen, der ihnen wichtige Eindrücke vermittelt hat. Die MEG Milch Board und das European Milk Board (EMB) hatten im Rahmen der internationalen Bündelungskommission der Milcherzeuger (IBM) zu dieser Tour geladen.

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„Verpflichtende Verträge für alle, mit klarer Definition von Menge und Preis - sollte sich die EU-Agrarpolitik wie gestern auf top agrar online veröffentlicht - auf diese Ergebnisse verständigt haben, dann beginnt am 1. Januar 2018 ein neues Zeitalter für die Milchbranche in Europa“, so der Vorstandsvorsitzende der MEG Milch Board Peter Guhl. Die MEG Milch Board hatte die Forderung nach einer Reform der Lieferbeziehungen im Frühjahr 2015 gesetzt und dies mit ihrem Papier RoadMap Milch & Markt intensiv kommuniziert. Die Agrarminister übernahmen die Inhalte und formulierten einen entsprechenden Beschluss bei der Agrarministerkonferenz am 15. April 2016 in Göhren-Lebbin.

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Der aktuelle MMI liegt bei 98 Punkten. Die Milcherzeugungskosten von 40,98 Cent pro Kilogramm sind im Juli 2017 unter das Niveau von 2010 gesunken. Dabei haben sich die Gesamterzeugungskosten im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 um rund einen Cent pro Kilogramm vermindert, und der MMI ging dementsprechend um drei Prozentpunkte zurück. Die um mehr als 3 Cent pro Kilogramm höhere Vergütung der Milch durch die Molkereien führte dazu, dass die Unterdeckung der Kosten seit April 2017 um ganze 10 Prozent zurückging. Dennoch wurden für den Durchschnitt der Milchviehbetriebe auch im Juli 2017 nicht die gesamten Kosten, sondern nur 91 Prozent durch die Milchauszahlungspreise gedeckt.

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Die Aussagen der von der MEG Milch w. V. vor dem Quotenende vorgestellten „RoadMap Milch & Markt“ sind für den 1. Vorsitzenden Peter Guhl aktueller denn je. Die Kernforderungen beziehen sich auf die in Verträgen festzuschreibende Menge, Qualität, Vertragslaufzeit und den Preis der zu liefernden Milch. Die vertragsgebundene Milchvermarktung kann seiner Ansicht nach durch eine bedarfs- und damit marktgerechte Produktion Krisen verhindern oder abmildern. Guhl ist davon überzeugt, dass der Milchmarkt ohne mengenwirksame Instrumente nicht funktionieren kann. Die jetzt veröffentlichte Studie „Marktreview Milch“, die die Milchkrise der Jahre 2015/2016 untersuchte, liefert dafür weitere schlagkräftige Argumente. Anhand aktueller Marktdaten geht sie der Frage nach, wie das besondere Ausmaß des Preisverfalls in Deutschland und die Preisverschiebungen in der EU erklärt werden können.

 

 

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