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Das Maß der Dinge

(20. August 2010) Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die französischen Milcherzeuger zusammen mit ihren Abnehmern Mitte August auf eine kollektive Milchpreisanhebung (+3,1 Cent) für das zweite Halbjahr 2010 geeinigt. Ab 2011 soll der französische Milchpreis und das ist der eigentlich interessante Teil des Abkommens, dann an den deutschen Milchpreis gekoppelt werden. Sogar die maximale monatliche und jährliche Abweichung (± 1 Cent bzw. 0,8 Cent) wurden in dem Abschluss geregelt. Vor allem die Milchindustrie hatte eine Koppelung gefordert, um im Wettbewerb mit den deutschen Molkereien konkurrenzfähig zu bleiben. Die Franzosen sahen sich bisher im Nachteil. So zahlten sie 2009 im Schnitt einen deutlich höheren Milchpreis aus, als die deutsche Konkurrenz.
Was bedeutet dies nun für die deutschen Milcherzeuger? Bisher wurde seitens der heimischen Molkereien höhere Preisforderungen immer mit dem Vermerk auf die Wettbewerbssituation in anderen EU-Ländern zurückgewiesen. Man lebe in Deutschland ja schließlich nicht auf einer Insel, so das vermeintliche Todschlagargument der Molkeristen. Frankreich ist nach Deutschland der zweitgrößte Milchproduzent in der EU und fürchtet nun aber offensichtlich Billigimporte aus >>Germanien<<. Damit haben wir mit unseren niedrigen Milchpreisen in Deutschland (die eindeutig 2009 nicht flächendeckend kostendeckend waren) der Molkereiindustrie Exportchancen zu Dumpingpreisen ermöglicht. Leidtragende Parteien dieser Transaktion waren die deutschen Milcherzeuger, welche Exportmengen zu nicht kostendeckenden Preisen produziert hatten. Leid tragend waren aber die französischen Milcherzeuger, welche dadurch unter Preisdruck gerieten. Gewonnen haben Teile der deutschen Molkereiindustrie, welche ihre Anlagen auslasten und zu Niedrigpreisen Marktnischen im Ausland besetzen konnten.
Wenn in Zukunft der französische Milchpreis dem deutschen angeglichen wird, heißt das im Umkehrschluss aber auch, dass der deutsche Milchpreis noch mehr Referenzcharakter erfährt. Deutschland macht in Zukunft den Milchpreis für über 50% der in der EU produzierten Milch.
Noch eines ist sicher. Werden in Frankreich die Milchpreise dem deutschen Niveau angepasst, schmilzt der Wettbewerbsvorteil der deutschen Exportindustrie wieder dahin. Diese bleibt auf einem Teil ihrer Produktion sitzen und wird versuchen im Zuge weiterer Preissenkungen Mengen billig an den Mann zu bringen. Die Milchpreise in Deutschland und Frankreich geraten weiter unter Druck. Wieder verlieren die Milcherzeuger kollektiv, jenseits und diesseits der Grenze.
Die MEG Milch Board ist für die Milcherzeuger der einzige Schlüssel um diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Gelingt es seitens der Erzeuger ein Preis- und vielleicht auch Mengenregulativ zu installieren, werden die Karten neu gemischt. Deutschland ist ab 2011 der Preismacher für einen Großteil der europäischen Milch. Werden wir dieser Verantwortung gerecht und nutzen die historische Chance, welche die MEG Milch Board den (europäischen) Milcherzeugern bietet.


Deutschland drückt den Milchpreis!

(12. August 2010) In vielen Diskussionen wird immer wieder das Argument zu Felde geführt, >>Wenn in Deutschland zu hohe Milchpreise ausbezahlt werden, wird der Markt von Milch aus den Nachbarländern überschwemmt<<. Was viele dabei allerdings nicht beachten ist die Tatsache, dass in Deutschland schon seit längerem viel niedrigere Preise ausbezahlt werden als jenseits der Grenzen. Laut einer Veröffentlichung der EU-Kommission erhielten die Milcherzeuger in Deutschland 2009 im Schnitt 22,18 Cent je kg Milch. Im gleichen Zeitraum wurden in Österreich 25,32 Cent, in den Niederlanden 27,02 Cent, in Frankreich 29,95 Cent und in Italien gar 31,5 Cent an die Landwirte ausbezahlt. Dieser Kostenvorteil ermöglicht es den deutschen Molkereinen einen harten Verdrängungskampf auf den Exportmärkten der EU zu führen, zum Leidwesen der dort ansässigen Milcherzeuger.
In Frankreich hat sich daran nun ein ernster Konflikt zwischen den französischen Molkereinen und ihren Milcherzeugern entzündet. Während die Bauern eine Anhebung der Milchpreise auf 33 Cent (bei 3,80% Fett und 3,20% Eiweiß) fordern, pochen die Molkereinen auf eine Angleichung an das niedrigere deutsche Preisniveau, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Damit werden eindeutig die deutschen Milchpreise als Druckmittel für Preissenkungen im europäischen Ausland missbraucht. Damit drückt nicht die Konkurrenz im Ausland unseren Preis, sondern wir die Preise im Ausland.

Was folgern wir daraus?

1.
Die Milchviehalter in Deutschland müssen niedrige Milchpreise ertragen, damit die deutsche Molkereiwirtschaft ihren Exporteifer befriedigen kann. Der Profit ist hierbei einseitig verteilt!

2. Die Milchviehhalter in Europa sind sehr schlecht informiert und arbeiten wenig zusammen. Das Prinzip >>teile und herrsche<< funktioniert immer noch so effizient wie zu Zeiten der Bauernkriege im Mittelalter.

3. Deutschland ist der Milchriese in der EU. Der Preisdruck auf dem europäischen Milchmarkt ist deshalb zu einem Großteil hausgemacht. Die Augen sind auf Deutschland gerichtet, wir sollten uns dieser Verantwortung endlich bewusst werden und entsprechend handeln.

4. Von hohen Exportquoten profitieren bei Dumpingpreisen am Rohstoffmarkt nur die Molkereien.

5. In Frankreich verhandeln die Milcherzeuger so genannte Erzeugerpreisempfehlungen mit ihren Molkereien aus. Die Forderungen der Bauern orientieren sich dabei an den Kosten der Produktion. Dieses Modell wird in Frankreich von der Politik unterstützt und sollte uns in Deutschland als Vorbild gelten. Die Erzeugerseite kann in diesen Verhandlungen eine starke MEG Milch Board vertreten!

Bewegung in der Milchpolitik

(21. Juli 2010) Die EU-Agrarminister tagten vergangene Woche in Brüssel und das Top-Thema war die Milch. Während vor den Türen hunderte Milcherzeuger des EMB gegen die Vorschläge der High-Level-Group protestierten, entfaltete sich im Sitzungssaal der Minister eine hitzige Diskussion über die Zukunft der europäischen Milchmarktpolitik. Ein einheitliches Meinungsbild war dabei nicht zu erkennen. Während Frankreich, Portugal und Griechenland für die Wiederaufnahme eines rigiden Reglementierungskurses fochten (staatliche Hoheit über die Vertragsgestaltung des Sektors), brachte Polen sogar die Weiterführung der Quotenregelung ins Gespräch. Eine gegengerichtete Position vertraten die Niederlande, Dänemark und England. Von staatlichen eingriffen in den Markt, wollen diese Länder nichts mehr wissen. Freiwilligen Initiativen des Sektors, werden allerdings unterstützt.
Und wie sah die deutsche Position im Detail aus? Am Rande der Ministerkonferenz äußerte sich Staatsekretär Robert Kloos wie folgt: „Wir wollen hier in Brüssel eine erste Diskussion führen, wie wir die Erzeuger stärken können. Branchenorganisationen auf freiwilliger Basis sind für uns denkbar“. Auch EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos, steht dieser Option offen gegenüber. Ihm schwebt wie Kloos die Einrichtung einer Branchenorganisation vor, in der Erzeuger, Verarbeiter und Marktakteure auf Augenhöhe miteinander über Preise verhandeln könnten. Sogar die Festlegung von Preisen, seitens der Erzeuger ist für Ciolos denkbar. Deutschland und Frankreich plädierten in diesem Zusammenhang für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Erzeugerorganisationen. Überraschend positiv zum Thema Erzeugergemeinschaften äußerte sich auch der Deutsche Bauernverband (DBV) in einer Pressemitteilung. Dabei sieht der DBV durchaus Chancen, die Möglichkeiten freiwilliger Erzeugerorganisationen besser auszuschöpfen.
In Deutschland müssten die nach Marktstrukturgesetz möglichen Erzeugerorganisationen hierfür die Verhandlungsmacht der Milchbauern bündeln. Auch in den übrigen Mitgliedstaaten der EU sollten derartige Möglichkeiten geschaffen werden.

Milch Board für alle!

(12. Juli 2010) Das Marktstrukturgesetz befreit landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaften in Deutschland vom Kartellverbot. Auf dieser Basis können sich Erzeuger am Markt zusammenschließen und gemeinsame Verkaufsregeln aufstellen. Die MEG Milch Board verfolgt dieses Ziel. Leider ist das Marktstrukturgesetz einmalig in Europa und Landwirte in anderen EU-Ländern tun sich bisher schwer dem deutschen Beispiel zu folgen.
Zwar erfährt der landwirtschaftliche Sektor auch auf EU-Ebene eine gewisse Privilegierung gegenüber den EU-Wettbewerbsregeln, die andauernde Krise im Milchsektor zeigt jedoch, dass der bestehende Rahmen für die Milcherzeuger noch unzureichend ist.
Um die Vermarktungsnachteile bei Rohmilch auszugleichen und zukünftig einen unverfälschten Wettbewerb zwischen Milcherzeugern und Molkereien zu sichern, hat das EMB am 8. Juli in Brüssel eine Gruppenfreistellungsverordnung (GFVO) für den Milchsektor angeregt und entsprechende Vorschläge zur Umsetzung vorgelegt. Eine Gruppenfreistellungsverordnung für EU-Milcherzeugergemeinschaften würde eine intelligente Marktregulierung durch die Beteiligten selbst ermöglichen. Sie wäre kostenneutral und finanzielle Notprogramme der Politik wären in Zukunft überflüssig. Der Erlass einer GVO würde den bestehenden Rechtsrahmen der EU ausschöpfen und ihn nicht sprengen. Die MEG Milch Board begrüßt diesen Vorstoß des EMB und erhofft sich von der Umsetzung solcher Vorschläge, eine Stärkung der deutschen Rechtslage. Pressemitteilung zum Thema [41 KB]


Unterschiedliche Kinder schließen Freundschaft

(28. Juni 2010) Dass die Milchbauern nur gebündelt am Markt erfolgreich sein können, darüber herrscht mittlerweile partei- und verbandsübergreifend Einigkeit. Während in den meisten Bundesländern das Bündelungskonzept der MEG Milch Board alternativlos ist, standen sich in Bayern bisher die Bayern MeG und die MEG Milch Board als Konkurrenten gegenüber. Dies führte zwangläufig dazu, dass es bisher keiner der beiden Organisationen gelang einem umfassenden Bündelungsgrad zu realisieren, zur Freude der Molkereibranche. Dies soll sich nun ändern! Bereits im März kam es auf Vorstandsebene zu ersten Gesprächen und dem Beitritt eines Milch Board Geschäftsfeldes zur Bayern MeG. Im Gegenzug traten einige Bayern MeG Vorstände, unter anderem der 1. Vorsitzende Jakob Hölzl, dem Milch Board bei. Die Führungsriege beider Organisationen sieht mittlerweile keine klare Trennungslinie mehr. Während die Bayern MeG bestehende Milcherzeugergemeinschaften unter ihrem Dach bündelt, um bessere Preisabschlüsse gegenüber der privaten Molkereibrache auszuhandeln, konzentriert sich die MEG Milch Board seit ihrer Gründung auf die Bündelung der einzelnen Milcherzeuger am Markt. Im Vordergrund steht hier nicht die direkte Vermarktung der Milch (wie bei der Bay. MeG) sondern die Gestaltung von Verkaufsregeln. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung in Oberbayern erklärten beide Organisationen erneut ihre Bereitschaft die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und sich gegenseitig beim erreichen der jeweiligen Ziele zu unterstützen. Lucia Egner, stellv. Regionalleiterin der MEG Milch Board formulierte es auf der Veranstaltung so: „Die Bayern MeG ist ein Kind des Deutschen Bauernverbandes und das Milch Board ein Kind des BDM, aber weder ist die Bayern MeG der Bauernverband noch das Milch Board der BDM.“


European Dairy Farmers im Minus

(28. Juni 2010) Die European Dairy Farmers (EDF) haben im vergangenen Jahr im Schnitt einen Verlust von 7,9 Cent/kg Milch eingefahren. Nur 13 % der Betriebe konnten laut topagrar-Online noch ein positives Ergebnis verbuchen. Dies zeigte eine EDF-Kostenanalyse von 264 Betrieben, welche im Schnitt 210 Kühe hielten.
Die überproportional gut aufgestellten EDF-Betriebe kamen demnach im vergangenen Jahr auf Vollkosten (inkl. Entlohnung aller Faktorkosten) von 41,8 Ct/kg. Dem standen Einnahmen von 33,9 Ct/kg gegenüber. Selbst nach Verrechnung der Prämien (3,5 Ct/kg) blieb ein Minus von 4,5 Ct/kg stehen. Die Ursachen: Historisch niedrige Milchauszahlungspreise standen hohen Preisen für Futter- und Düngemitteln gegenüber. Die EDF-Betriebe sind Profis in der Produktionstechnik, ohne funktionierende Marktregeln können aber selbst diese Spitzenbetriebe keine schwarzen Zahlen mehr realisieren. Zeit zum Umdenken!


Genossenschaftsverband zeigt Nerven

(28. Juni 2010) „Angesichts der aktuellen Herausforderungen auf dem Milchmarkt muss das genossenschaftliche Modell der Molkereien weiterentwickelt und nicht das Rad der Selbstorganisation der Landwirte zur Stärkung ihrer Marktposition neu erfunden werden“, dieser Satz vom Präsidenten des Deutschen Raiffeisenverband (DRV), Manfred Nüssel sorgte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen in der Fachpresse. Nüssel nahm damit Bezug auf den Zwischenbericht des Bundeskartellamtes, welcher eine Fehlentwicklung im Genossenschaftssektor kritisiert hatte. Darin hieß es: >>Im Verhältnis zwischen Molkereien und Erzeugern hat die Beschlussabteilung trotz der „vertikalen“ Integration vieler Erzeuger in genossenschaftliche Molkereien ein Machtgefälle zu Lasten der Erzeuger festgestellt. Größere Genossenschaften werden nach Auffassung der Prüfer von den Erzeugern nicht mehr als „eigene“ Molkerei wahrgenommen und verhalten sich de facto am Markt auch nicht mehr so<<. Auch die High Level Group Milch forderte kürzlich in ihrem Schlussbericht eine Stärkung der Milcherzeuger am Markt. Von neuen Branchenorganisationen ist bereits die Rede. Sieht Herr Nüssel die Felle des Genossenschaftsverbandes davonschwimmen?
Tatsache ist, ein Großteil der deutschen Molkereigenossenschaften zahlte in der Krise extrem niedrige Auszahlungspreise an die Mitglieder aus. Das gesamte Milchpreisniveau (in Europa) wurde damit nach unten gedrückt. Die von Nüssel als so vorbildlich gepriesenen Vertragsbeziehungen, erschwerten den Milcherzeugern letztlich nur den Wechsel und knebelten damit den Wettbewerb um den Rohstoff Milch. Das Genossenschaftsmodell hat sich in der Krise flächendeckend nicht als tragfähiges Konstrukt für die Milcherzeuger erwiesen. Aufgrund fehlender Verwertungsmöglichkeiten blieben viele Genossenschaften auf ihren Produkten sitzen und mussten sie zu Dumpingpreisen am Markt absetzen. Während sich die großen Genossenschaften dabei schadlos hielten und sogar noch Gewinne einfuhren, wurde der schwarze Peter an die Erzeuger weitergereicht. Allein dieser Missstand rechtfertigt schon die Selbstorganisation der Milcherzeuger am Markt. Die Milchbauern brauchen auf Erzeugerebene ein starkes Verhandlungsorgan, welches allein ihre Positionen vertritt. Vom Ansatz her ist die MEG Milch Board dafür wie geschaffen. Die Politik sollte sich vom Störfeuer eines Herrn Nüssel daher nicht beirren lassen.


Antworten nach Brüssel

(02. Juni 2010) Ciolos will´s wissen! - mit diesem Einleitungssatz informierten wir am 19. April über die Internetumfrage der EU-Kommission. Am 3. Juni läuft die Einsendefrist ab. Die MEG Milch Board hat sich der vier Fragen angenommen und diese fristgerecht nach Brüssel gesandt. Hier zu den Antworten [131 KB]


Sektoruntersuchung nun auch in Australien

(18. Mai 2010) >>An der Landwirtschaft wird Geld verdient und nicht in der Landwirtschaft<<, diest hat nun auch in Australien die Politiker zum Handeln veranlasst. Wie in Deutschland stehen auch in Australien eine Vielzahl von Milcherzeugern, einigen großen Molkereien und einem stark konzentrierten Einzelhandel gegenüber. Die Folgen dieses Ungleichgewichtes ähneln sich überall auf der Welt. Die Margen für die Verarbeiter und den Handel sind fett, im Gegenzug können die Milcherzeuger aber nicht einmal die Kosten der Produktion decken.
In diesem Zusammenhang leitete nun das Parlament in Canberra eine Untersuchung des Milchsektors ein. Bis September sollen die Wettbewerbshüter klären, wer wie viel vom Kuchen erhält. Intensiv diskutiert wird bereits die Option eines Marktzusammenschlusses der Milcherzeuger. In den Preisverhandlungen könnten sie dann gebündelt auftreten und kostendeckende Preise einfordern. Eine Art Schlichter soll die Verhandlungen beobachten und gegebenenfalls Machtmissbrauch unterbinden.
Die so oft hoch gepriesene unsichtbare Hand des freien Marktes hat sich also auch in Australien vergriffen und denen das Geld in die Taschen geschaufelt, welche die Marktmacht ausüben. Das Marktgleichgewicht, so die Ansicht der australischen Politiker, kann nur durch eine konsequente Stärkung der Erzeugerseite wieder hergestellt werden. Australien hat das verstanden, der deutsche Gesetzgeber schon vor Jahrzehnten. Das Marktstrukturgesetz räumt den Milcherzeugern die Bündelung am Markt ein. Diese Chance gilt es nun zu nutzen. Die MEG Milch Board ist die Antwort!


Kartellamt lädt zur Anhörung

(12. Mai 2010) Der Zwischenbericht des Bundeskartellamtes zur Sektoruntersuchung Milch sorgte für große Aufmerksamkeit. Im August möchte die zuständige Beschlussabteilung ihren Schlussbericht veröffentlichen, zuvor lud sie aber noch einmal alle beteiligten Parteien zur Anhörung nach Bonn. Mit dabei war auch die MEG Milch Board. Weitgehend wurden die Ergebnisse des Zwischenberichtes bestätigt und eine Stärkung der Milcherzeuger am Markt eingefordert. Die MEG Milch Board stellte sich den Kartellrechtshütern als einzige national agierende Milcherzeugergemeinschaft vor. Die Gestaltung der Marktregeln und die Möglichkeit zur Veröffentlichung eines einheitlichen Basispreises, wurden von der zweiköpfigen Milch Board Delegation nochmals in den Vordergrund gestellt. Dabei stellte sich eine Preisfindung auf Basis der Produktionskosten (bottom up) als naheliegend und zwingend notwendig dar. Im Nachtrag zur Anhörung lieferte die MEG Milch Board dem Kartellamt noch eine schriftliche Stellungnahme zu den Ergebnissen der Anhörung. Mit Spannung erwarten die Milcherzeuger nun den Abschlussbericht im August.


Brunner will Branchenorganisation Milch

(07. Mai 2010) Vor Vertretern der Milchindustrie, der EU-Kommission und des Europäischen Parlaments forderte Bayerns Agrarminister Helmut Brunner kürzlich gesetzliche Rahmenbedingungen für eine Branchenorganisation Milch. Dieser Vorstoß ist begrüßenswert und unterstreicht die Ergebnisse der High Level Group Milk. Die Politik scheint erkannt zu haben, dass der Milchmarkt auch nach 2015 einer Regulierung bedarf und möchte dafür den Marktteilnehmern eine Verhandlungsplattform schaffen. Wenn dies politisch gelingt, stellt sich die Frage in welcher Form die Milcherzeuger hier vertreten sein werden und welches Gewicht sie gegenüber der gut organisierten Molkereibranche in die Waagschale werfen können.
Die MEG Milch Board als deutschlandweit agierende Milcherzeugergemeinschaft kann klare Preisforderungen stellvertretend für die Erzeuger formulieren. Um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen, wäre ein mengenregulierendes Engagement zusätzlich denkbar. Sie hat bereits 26.000 Milcherzeuger gebündelt und ist staatlich genehmigt. Der Weg ist frei!
Brunners Vorschlag einer Branchenorganisation Milch, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Die MEG Milch Board kann als bundesweit agierende Erzeugerorganisation den Block der Milcherzeuger repräsentieren. Es wird Zeit, dass die Politik dies erkennt und die MEG Milch Board als Option für ein faires Miteinander zwischen Milcherzeugern und Molkereinen anerkennt und fördert.


Ciolos will´s wissen!

(19. April 2010) Der neue EU Agrarkommisar Dr. Dacian Ciolos sieht die europäische Landwirtschaft vor neuen Herausforderungen. Eine öffentliche Debatte über die Ausrichtung der Agrarpolitik hält er deshalb für dringend erforderlich. Öffentliche Debatte über politische Entscheidungen? Das sind neue Töne aus Brüssel, wo bisher über die Köpfe des Volkes und der Parlamente hinweg Politik betrieben wurde. Ein Täuschungsmänöver? Cialos formuliert es so: >>Die Gemeinsame Agrarpolitik ist nicht nur Sache der Spezialisten. Sie geht alle EU-Bürger an. Deshalb müssen wir den Bürgern Europas zuhören. Wir müssen uns Zeit nehmen, um die Ideen und Erwartungen aller gesellschaftlichen Akteure zu sammeln<<. Eine Internetseite zur öffentlichen Diskussion wurde unter http://ec.europa.eu/agriculture/cap-debate eingerichtet und steht bis Juni 2010 für die Entgegennahme von Beiträgen zur Verfügung. Danach soll eine unabhängige Einrichtung (wer ist unabhängig?) die darin eingegangenen Beiträge zusammenfassen. Im Juli 2010 veranstaltet die Europäische Kommission sodann eine Konferenz, um die öffentliche Diskussion auszuwerten. Sie hofft, mit dieser Auswertung gute Ideen für ihre Mitteilung zur GAP nach 2013 zu finden, die Ende 2010 vorliegen soll.
Die MEG Milch Board wird diesem Aufruf folgen und eine weitere Stärkung der europäischen Milcherzeuger am Markt einfordern. Bis es im Juli 2010 hoffentlich zu einer neutralen Analyse der Einsendungen kommt , sollte sich Cialos allerdings auch den Bericht des Europäischen Rechnungshofen zur EU-Agrarpolitik (eu-rechnungshof-pm-09-10-15-zum-bericht-312029.pdf) [29 KB] zu Gemüte führen. Dieser attestiert seinen Vorgängern nämlich komplettes Versagen und fordert einen Richtungswechsel hin zu einer binnenmarktorientierten Milcherzeugung.


VIDEOS!!! Kartellamtsvertreterin rät zur Bündelung

(März 2010) Nach dem Zwischenbericht des Kartellamtes zur Sektoruntersuchung Milch, welcher bereits deutlich die schlechte Marktposition der Milcherzeuger hervorhob, unterstrich Eva-Maria Schulze (Kartellamt) die Ergebnisse vor Kurzem auf einem Vortrag im hessischen Hardehausen (siehe Eintrag 1.März). BDM-Tv hat den Vortrag gefilmt und wir haben die interessantesten Aussagen für Sie zusammengeschnitten.

VIDEO 1: Eva- Maria Schulze zum gestörten Verhältnis der Milcherzeuger zu ihrer eigenen Genossenschaft.
Video Schulze Teil1

VIDEO 2: Eva-Maria Schulze zum Problem des Gebietschutzes.
Video Schulze Teil 2

VIDEO 3: Eva-Maria Schulze zum Thema Vertragslaufzeit.
Video Schulze Teil 3

VIDEO 4: Eva-Maria Schulze zu den Möglichkeiten, die das Kartellrecht den Milcherzeugern bietet.
Video Schulze Teil 4

VIDEO 5: Eva-Maria Schulze zu den Möglichkeiten, welche das Marktstrukturgesetz den Milchbauern bietet und warum sie die Zurückhaltung der Milcherzeuger gegenüber der MEG Milch Board nicht versteht. UNBEDINGT ANSEHEN!!!!
Video Schulze Teil 5

VIDEO 6: Eva-Maria Schulze zu den Grenzen des Marktstrukturgesetzes
Video Schulze Teil 6

VIDEO 7: Eva Maria Schulzes Fazit. >>Machen sie es einfach!<<
Video Schulze Teil 7


Milchforum 2010

(22.März 2010) Auf dem Berliner Milchforum vom 18./19. März feiert sich der Milchsektor als Zukunftsbranche. Mit ihren Produkten will die Milchindustrie den Weltmarkt erobern. Den dafür nötigen Rohstoff sollen die Milcherzeuger zu günstigen Konditionen und in ausreichender (Über-) Menge liefern. Selten wurde auf einer Veranstaltung so überheblich und arrogant über die Interessen der Milcherzeuger hinweg diskutiert! Eine kurze Zusammenfassung. Milchforum 2010 wird zur Farce


Karl-Dieter Specht äußert sich positiv zum MB

(13. März 2010) Der bekannte landwirtschaftliche Sachverständige Karl-Dieter Specht sieht in der MEG Milch Board das Ei des Columbus. http://specht.over-blog.de/


Miteinander statt gegeneinander!

(3. März 2010) Die Bayern MeG und die MEG Milch Board werden sich in Zukunft beim Kampf um kostendeckende Milchpreise gegenseitig unterstützen. Als Zeichen dieser Zusammenarbeit trat heute das Geschäftsfeld Obergünzburg mit seinen 32 Mio. kg Milch der Bayern MeG bei. Nachdem der Beirat des Geschäftsfeldes am Vorabend seinen Segen zum Beitritt gegeben hatte, stimmte heute der Aufsichtsrat der Bayern MeG in Herrsching der Aufnahme einstimmig zu. Im Gegenzug werden im Lauf der kommenden Tage einige Vorstände der Bayern MeG der MEG Milch Board beitreten.
Die MEG Milch Board ist hier bewusst in Vorleistung gegangen, um den Dialog unter den Milcherzeugern auf eine neue Basis zu heben. Die MEG Milch Board sieht sich als kleinster gemeinsamer Nenner aller deutschen Milchbauern. Das Ziel der Gestaltung von Marktregeln (Preis und Menge) kann nur von ihr in Angriff genommen werden. Das Aufgabengebiet der Bayern MeG (Bündelung der Rohmilch in Bayern) wird hier nicht länger als Konkurrenz gesehen.


SIA Paris: Frankreich ist erwacht

(3. März 2010) Unsere Bauern sind wieder aus Paris zurück und berichteten uns einstimmig von einer großartigen Aktion auf der SIA. mehr zur Aktion
Merci aus Paris!





Klare Stellungnahme zur MEG Milch Board

(01. März 2010) Auf der AbL Milchtagung im hessischen Hardehausen äußerten sich alle Redner sehr positiv zu den Bündelungsaktivitäten der MEG Milch Board. Unter anderem auch die Rednerin des Bundeskartellamtes. mehr zum Thema hier [53 KB]

Paris: Schulterschluss der Milcherzeuger

(1. März 2010) Über 2.000 Milcherzeuger aus ganz Europa haben am vergangenen Montag auf der SIA in Paris auf die prekäre Situation der Milchbauern aufmerksam gemacht. Unter den Augen von Politik und Medien demonstrierten sie Einigkeit und erklärten ihre Bereitschaft am Milchmarkt Verantwortung zu übernehmen. Geladen hatte das Office du Lait, welches ähnlich der MEG Milch Board, Verkaufsregeln am Milchmarkt mitgestalten möchte. 150 Milch Boardler aus Deutschland waren mit von Partie und gaben uns bereits ein positives Feedback. Mehr zur Veranstaltung finden Sie hier in Kürze.

Es geht um die Sache!

(1. März 2010) Auf große Zustimmung der Basis ist die gemeinsame Stellungnahme von Bayern Meg , MEG Milch Board und VMB gestoßen. Alle drei Verbände hatten sich für eine engere Zusammenarbeit ausgesprochen und sich gegenseitige Unterstützung zugesagt. Von vielen Beobachtern wird dieses Aufeinanderzugehen als wichtiges Signal gesehen. Ein Miteinander der Erzeuger scheint auf Ebene der zwei größten deutschen Erzeugergemeinschaften endlich möglich. Dass auch die Vertreter des VMB (Milchinstanz des Bauernverbandes) das Papier unterzeichneten ist umso bemerkenswerter. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob dieses Miteinander der Bündelung der Milcherzeuger am Markt neuen Schub verleiht.

Politik uneins über zukünftige EU-Agrarpolitik

(25.02.2010) Laut einer bei Topagrar-online veröffentlichten Meldung, will die Mehrzahl der EU-Mitgliedstaaten an den Instrumenten zur Marktregulierung festhalten, um den künftig zu erwartenden Preisschwankungen auf den Agrarmärkten zu begegnen. Während Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner die Bedeutung eines Sicherheitsnetzes für den Krisenfall unterstrich, erteilte Agrarkommissar Dr. Dacian Ciolos allzu rigorosen Eingriffen eine Absage und bezeichnete den Wettbewerb als Herz des Binnenmarktes. Man müsse die bisherigen Reformen akzeptieren und dürfe nicht zu  Maßnahmen der Vergangenheit zurückkehren. Für Exporterstattungen sieht der Rumäne keine Zukunft. Der französische Agrarminister Bruno Le Maire setzte sich für eine „starke, aber moderne“ Marktregulierung ein, die aufgrund von Preis- und Einkommensinstabilität unvermeidlich sei.
Wer diese Diskussion verfolgt, kommt schnell zu dem Schluss, dass die Herrschaften in Brüssel im Grunde keine einheitliche Linie finden. Überschüsse durch Steuergelder vom Markt zu nehmen, scheint aber für viele immer noch attraktiver zu sein, als den Markt zu regulieren und ihn der Nachfrage anzupassen. In dieser verfahrenen Situation ist es überaus wichtig, dass sich die Erzeuger am Markt in Position bringen. Wenn der Staat sich aus der Regulierung zurückzieht, dieser aber ohne eine Form der Regulierung nicht funktioniert, dann muss sie vom Sektor selbst übernommen werden. Der Molkereisektor ist bereit dazu, die Erzeugerseite zögert noch. Hoffentlich nicht zu lange!


Neue Telefon- und Faxnummern

(19.02.2010) Unser Büro in Göttingen hat einen neuen Telfonanschluss erhalten. Aufgrund der geänderten Personalstruktur mussten wir auf einen Anlagenanschluss umstellen. Leider konnten uns hierfür von der Telekom nicht die alten Telefonnummern übertragen werden. Wir bitten hier um Ihr Verständnis und hoffen auf einen reibungslosen Übergang!

Zentrale (05 51) 50 76 49 -0

Dipl. Ing. Julia Frenzel
; Mitgliederbetreuung (05 51) 50 76 49 -11

Alice Endres
; Vorstandsangelegenheiten (05 51) 50 76 49 -12

Bernd Erdmann; Büro- u. Mitgliederverwaltung (05 51) 50 76 49 -13

Telefax
(05 51) 50 76 49 -10


Aktuelle Stellungnahme

(19.02.2010) Stellungnahme der MEG Milch Board zum Treffen mit dem VMB und der Bayern MeG klicken sie hier [138 KB]


Pressebericht Bauernstimme

(04. Feb. 2010) Eine gute Zusammenfassung zum Kartellamtsbericht hat Uli Jasper in der Bauernstimme verfasst. Auch er sieht die rechtliche Lage der MEG Milch Board sehr positiv. Unbedingt lesen! bauernstimme_10-02-seite-5-milch-kartellamt.pdf [364 KB]


Neuer Imagefilm

(2. Februar 2010) Die MEG Milch Board präsentierte auf dem Symposium Milch in Berlin ihren neuen Imagefilm. Seht ihn Euch hier an und wenn er Euch gefällt dann verschickt ihn weiter. Link zum Clip
Hier findet Ihr noch einen gedanklichen Wegweiser zum Film. Erläuterung zum Clip [202 KB]


Professor Radermacher zum Milch Board

(01. Feb. 2010) Professor Dr. Dr. Franz Josef Radermacher war der Podiumsstar des Symposiums Milch 2007 in Berlin. Wir konnten ihn auf der Unternehmensgrün Tagung in Leutkirch für ein Interview gewinnen. Über die Möglichkeiten der MEG Milch Board war er überraschend gut informiert.

Video 1: Radermacher zum Markt im Allgemeinen
markt.wmv [11.560 KB]

Video 2: Radermacher zum Milchmarkt
milchmarkt.wmv [5.162 KB]

Video 3: Radermacher über die Möglichkeiten des Marktstrukturgesetzes
marktstruktur.wmv [7.865 KB]

Video 4: Was Prof. Radermacher tun würde
wastun.wmv [11.889 KB]


Solide Rechtslage

(01.Feb.2010): Wir wurden in den vergangenen Tagen immer wieder darauf hingewiesen, dass auf Veranstaltungen teilweise massive Attacken gegen die MEG Milch Board gefahren werden. Immer wieder wird dabei die rechtliche Situation in Frage gestellt. Aus diesem Anlass haben wir ein Merkblatt "Rechtslage" aufgelegt. milch-board-recht.pdf [271 KB]


Berlin - MEG Milch Board im Rampenlicht

(26. Jan. 2009) Symposium Milch

Kartellamt sieht Milcherzeuger im Nachteil

(13. Januar 2010) Sektoruntersuchung des Bundeskartellamtes deckt Ungleichgewicht am Milchmarkt auf und fordert Milcherzeuger indirekt zur Bündelung in Erzeugergemeinschaften auf. Zur MEG Milch Board äußert sich das Kartellamt vorsichtig, stellt aber ihre Rechtmäßigkeit eindeutig außer Frage! mehr zur Sektoruntersuchung

Herr Dr. Schmidt irrt!

(21. Dez. 2009) Anhörung der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen zum Thema "Milchmarkt-Wege aus der Krise der Milchbauern" mit zahlreichen Experten im Paul-Löbe-Haus in Berlin. Herr Schmidt irrt!


Am Kartellamt liegt es nicht!

(18. November 2009) Anlässlich der Erzeugertage des Bayerischen Bauernverbandes in Herrsching, referierte Eva-Maria Schulze vom Bundeskartellamt, vor den Vertretern der bayerischen Milcherzeugergemeinschaften zum Thema "Möglichkeiten zur Bündelung in der Vermarktung". Wie zu erwarten war, drehte die Diskussion schnell in Richtung MEG Milch Board. Einige Diskussionsteilnehmer erwarteten hier wohl ein klares Veto von Frau Schulze, gegen die rechtliche Umsetzbarkeit der MEG Milch Board. Doch es kam anders! Am Kartellamt liegt es nicht


Interessantes von DBV und Co


(13. November 2009)
„Die Milchbauern müssten ihre Stellung im Markt stärken, um ihre Verhandlungsmacht in der Lebensmittelkette zu verbessern. Dies sollte über eine Bündelung des Angebotes mittels der Genossenschaften und Erzeugerorganisationen erfolgen. Das erklärte der europäische Bauernverband COPA und der Genossenschaftsverband COGECA in Brüssel. Auch der DBV zeigte sich überzeugt, dass die Verhandlungsposition der Landwirte besser werde, wenn die Genossenschaften und Erzeugerorganisationen gestärkt würden“, diese Meldung war am 13. November auf der Homepage von Top Agrar Online zu lesen. Noch einmal zum Verständnis, diese Aussagen kommen nicht vom BDM, sondern vom europäischen Bauernverband, dem europäischen Genossenschaftsverband und dem DBV. Sie reihen sich damit in die prominente Reihe von Fischer-Boel, Ilse Aigner und den Vertretern des Kartellamtes ein. Alle bekundeten in den vergangenen Monaten bereits ihre Bereitschaft Milcherzeugergemeinschaften fördern und unterstützen zu wollen. Dass es in Deutschland bereits eine national agierende Milcherzeugergemeinschaft mit über 25.000 Mitgliedern gibt, kam in der Diskussion aus diesen Lagern bisher nicht zur Sprache. Wir gehen davon aus, dass es den Benannten bisher an fundierten Informationen mangelte.

Hier noch einmal die Grundinformationen zur MEG Milch Board in Kürze: Die MEG Milch Board w.V. ist eine Milcherzeugergemeinschaft. Nach dem Marktstrukturgesetz staatlich genehmigt und handlungsfähig. Mit über 25.000 Mitgliedern, sind bereits knapp ein Drittel der deutschen Milcherzeuger in ihr gebündelt. Durch die Möglichkeit der Doppelmitgliedschaft, bietet sie allen deutschen Milcherzeugern (auch den Genossenschaftlern) die Möglichkeit sich am Markt zu bündeln und gemeinsame Verkaufsregeln zu gestalten. Eine der wichtigsten Verkaufsregeln ist ein kostendeckender Preis!

Jetzt stellt sich die Frage, welche Konsequenzen der DBV aus seinen eigenen Aussagen zieht. Die MEG Milch Board ist offen für den Dialog mit allen Parteien. Sie ist der einzige Weg sich auf einen gemeinsamen (Milcherzeuger-) Nenner zu einigen!


Schlechtes Zeugnis des EU-Rechnungshofes

(15. Oktober 2009) Keine guten Noten erhielt die EU-Agrarpolitik, allen voran die EU-Kommission, vom Europäischen Rechnungshof (RH). In einem Sonderbericht analysierte der RH die Folgen der Politik für die Landwirte, die Verbraucher und den Steuerzahler. Sein Urteil fiel niederschmetternd aus: Die Quoten waren demnach immer zu hoch und konnten den Markt nie ins Gleichgewicht bringen. Während die Erlöse der Bauern niedrig waren, konnten die Verbraucher davon nicht profitieren. Zu guter Letzt kommt der Rechnungshof zu der Erkenntnis, dass die Erzeuger am Markt nicht mehr teilhaben. Wörtlich heißt es im Bericht: „Die Konzentration der Molkerei- und Handelsunternehmen, darf die Bauern nicht weiter in die Lage von Preisnehmern drängen“.
Der Idee der MEG Milch Board gibt dieser Bericht neuen Schub. Dem Preisdiktat der Molkereien können wir nur entkommen, indem wir und uns Bündeln und geschlossen als Einheit auftreten. Hier finden Sie den vollständigen Bericht des EU-Rechnungshofes [29 KB]

Ökonomen denken um

(29. Sept. 2009): „Wachsen oder Weichen“ so lautete das Kredo der Agrarwissenschaftler in den zurückliegenden Jahrzehnten. Die Folgen dieser radikalen These treten nun immer mehr an den Tag: Niedergang der bäuerlichen Landwirtschaft, Marktmonopole der großen Lebensmittelkonzerne, Verarmung der Landbevölkerung in der Dritten Welt (und mittlerweile auch in Deutschland). Die negativen geopolitischen Auswirkungen des „freien Marktes“, treten nach der Finanzkrise und der daraus resultierenden Weltwirtschaftskrise immer deutlicher in Erscheinung. Dies führte nun auch zu einem Umdenken im Lager der Agrarökonomen. Immer mehr renommierte Wissenschaftler hinterfragen die Folgen des Neoliberalismus und stellen kritische Fragen. In Deutschland gipfelte dies Anfang September 2009 in der Veröffentlichung einer Resolution. Die Verfasser (Prof. Onno Poppinga u. Dr. Katrin Hirte) fordern darin eine realitätsnahe Marktgestaltung, welche den Erzeugern zu einer gleichberechtigten Stellung am Markt verhilft. Unterzeichnet wurde die Resolution mittlerweile von über 40 international bekannten und anerkannten Agrarwissenschaftlern. Marktgestaltung ist demnach also kein Relikt der Planwirtschaft, sondern das Hauptinstrument einer nachhaltigen und Ressourcen schonenden Agrarpolitik. Die Resolution bestätigt die Idee der MEG Milch Board und stärkt sie in der Argumentation gegenüber der Politik, den Verbrauchern und der Milchindustrie. Die Resolution im Originaltext finden sie hier [45 KB]

Zu viel Milch, zu viele Kühe

Auch US-Milcherzeuger leiden unter den niedrigen Milchpreisen und diskutieren die Einführung einer Mengensteuerung mehr dazu...

Achtung Verwechslungsgefahr

Die MEG Milch Board wurde in den vergangenen Monaten immer wieder mit dem European Milk Board in Verbindung gebracht. Das eine hat mit dem anderen aber nur wenig zu tun - Aufgabenbereiche und Organisationsstrukturen unterscheiden sich grundlegend. Erfahren sie mehr über den genauen Unterschied Unterschiede Milchboard EMB

Stellvertretender MEG Milch Board Vorstand Ludwig Soeken, differenziert zwischen EMB und MEG Milch Board hier zum Video

Klare Rechtslage

Das Milch Board erlebt viele Anfeindungen. Immer wieder werden bewusst Falschmeldungen in den Medien gestreut und Wahrheiten verdreht. Anlässlich einer MEG Milch Board Veranstaltung zeichnete Rechtsanwalt Oliver Schniewind ein klares Bild der aktuellen Rechtslage. Es sei vorweg genommen, die MEG Milch Board ist funktionsfähig!

Hier zu den Videos:

Rechtsanwalt Oliver Schniewind zur kartellrechtlichen Stellung der MEG Milch Board
http://www.allintv.de/files/schniewind01.wmv

Rechtsanwalt Oliver Schniewind zum Thema Basispreis
http://www.allintv.de/files/schniewind02.wmv


MEG Milch Board in den Startlöchern

(Brüssel 8. Sept. 2009) EU-Agrarminister halten an ihrem Kurs fest und wollen auch gegen den Widerstand Deutschlands und Frankreichs an einer weiteren Quotenaufstockung festhalten. Im Gegenzug forderte Bundesagrarministerin Ilse Aigner die Bauern zu mehr Eigenverantwortung auf. Deutschland werde die Bildung von Erzeugergemeinschaften dabei „gerne unterstützen“. Dass in Deutschland bereits eine Milcherzeugergemeinschaft mit über 26.000 Mitgliedern besteht, erwähnte Aigner nicht. Alle dürfen es wissen, die MEG Milch Board steht in den Startlöchern! Wenn alle an >>Board<< sind, geht es los! mehr

Kartellamt bestätigt MEG Milch Board

Wieder einmal hat sich das Bundeskartellamt mit dem Milchsektor befasst. Am 18. August 2009 wurde ein ausführlicher Fallbericht veröffentlicht, der das allgemeine Marktumfeld der Milchwirtschaft und aktuelle Fragen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen beleuchten sollte. Die Gründung von Erzeugergemeinschaften, wurde als Alternative vom Kartellamt aufgeführt. Was ist die MEG Milch Board ? Richtig - eine Erzeugergemeinschaft! mehr


Chancengleichheit durch Bündelung

ffizielle Stellungnahme der MEG Milch Board w. V. zum Tätigkeitsbericht des Bundeskartellamtes.

In der Presse kursieren seit einigen Wochen Meldungen, welche die Rechtskonformität der MEG Milch Board in Frage stellen. Ausschlaggebend dafür, war der Tätigkeitsbericht des Bundeskartellamtes vom 22.06.2009. Aus Sicht der MEG Milch Board w.V. handelt es sich hierbei in erster Linie um Mutmaßungen der Marktaufsichtsbehörde. Dies nehmen wir zwar ernst, verweisen aber darauf, dass für eine genehmigte Erzeugergemeinschaft nach dem Marktstrukturgesetz, nicht das Kartellamt zuständig ist. Stellungnahme der MEG Milch Board [479 KB]


Basispreis ist kein Einheitspreis

In seinem Tätigkeitsbericht vom 6. Juli 2009 warnt das Bundeskartellamt die Milchbauern vor der Festlegung eines Einheitspreises für Milch. Sollte dieser durchgesetzt werden droht die Behörde mit Strafzahlungen. Diese Meldung wird in den Medien als klarer Fingerzeig gegen das Milch Board gesehen. Diese Sichtweise ist falsch und entspricht nicht der gültigen Rechtslage! mehr






Merci aus Paris!