Es besteht immer noch Aufklärungsbedarf in Brüssel, Berlin und vielen Bundesländern! Deswegen: die Bewegung im Milchmarkt muss von den Milcherzeugern selbst kommen!
„Von den Milch-Beschlüssen aus Brüssel sind wir enttäuscht.“ so der Vorstandsvorsitzende Peter Guhl am 19.1.2012 in Berlin bei einer Pressekonferenz.
„Der Kompromiss zum Milchpaket wird die Situation der Milchbauern nicht verbessern. Mindestkriterien für Verträge, die die genossenschaftlich organisierten Milcherzeuger in Europa (57%) außen vor lassen und ohnehin nicht verpflichtend sind, haben kaum keine positive Wirkung. Die Politik zieht sich auf allen Ebenen aus der Marktsteuerung zurück, überträgt den Milcherzeugern mehr Verantwortung für den Milchmarkt und beschneidet ihnen gleichzeitig mit viel zu niedrigen Bündelungsgrenzen den Machthebel. Das ist absurd!
Auch unser Minister-Check in Deutschland zeigt, das zwar viele Minister eine sehr liberale Marktauffassung haben und das Heil in der Bedienung des Weltmarktes sehen, von Erzeugerstärkung und was dafür politisch nötig wäre, aber leider nur wenige Ahnung haben. Hier besteht dringender Aufklärungsbedarf!“
Guhl erkannte an, man habe sich auf der Agrarministerkonferenz in Suhl immerhin dazu durchgerungen, Ministerin Aigner zum Einsatz für flexiblere Bündelungsgrenzen auf EU-Ebene aufzufordern. Lobend erwähnte er die Protokollerklärung mehrerer Länder, die in Deutschland schon erlaubte Doppelmitgliedschaft eines Milcherzeugers in mehr als einer Erzeugerorganisation oder in einer Erzeugergemeinschaft und einer Genossenschaft auch auf EU-Ebene zu fordern.
„Die Milcherzeuger müssen es selbst in die Hand nehmen!“
so Guhls Fazit zur Milchpolitik. „Für die MEG Milch Board als größte deutsche Milcherzeugergemeinschaft bedeutet dies, entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Wir haben in Deutschland mit dem Marktstrukturgesetz weitreichende Möglichkeiten, Milch effizient zu bündeln und gemeinsam zu vermarkten - Das werden wir offensiv angehen. Jetzt erst recht!“
Hier gibt es die Pressemitteilung als PDF-Download [130,91 kB]
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